Bewusste Kinderernährung: Kinderhaus St. Elisabeth in Schwann erhält zum vierten Mal begehrtes Zertifikat
Das Kinderhaus St. Elisabeth im Straubenhardter Ortsteil Schwann wurde als erste Einrichtung im Enzkreis zum vierten Mal – und das innerhalb von 14 Jahren - mit dem Zertifikat der Landesinitiative "Bewusste Kinderernährung" (kurz: BeKi) ausgezeichnet. Wie Holger Nickel, Enzkreis-Dezernent für Landwirtschaft, Forsten und Öffentliche Ordnung, bei der Übergabe der Urkunde an Leiterin Elena Weiß ausführte, gehört das Kinderhaus damit zu insgesamt zehn zertifizierten Einrichtungen in der Region.
Über die wiederholte Auszeichnung freuten sich auch die anwesenden Mitglieder des Elternbeirats, Rouven Rudisile als Vertreter der Gemeinde Straubenhardt, Sonja Herb von der Seelsorgeeinheit Heilig Kreuz als Träger der Einrichtung, die BeKi-Koordinatorin beim Landwirtschaftsamt, Anne Herter, sowie BeKi-Referentin Christine Ungericht – und natürlich die Kinder, die bei der kleinen Übergabefeier strahlend Lieder vortrugen.
Eine BeKi-zertifizierte Kintertagesstätte zeichnet sich nach Worten von Nickel durch ein vorbildliches pädagogisches Konzept für frühkindliche Ernährungsbildung aus, in dem eine bewusste Kinderernährung fester Bestandteil ist und genussvolles und ausgewogenes Essverhalten sowie die alltagsnahe Ernährungsbildung der Kinder in den Mittelpunkt gestellt wird. „Es geht also um die Freude am Essen, die Lust am Selbermachen und den Aufbau von Vertrauen in die Qualität von Lebensmitteln.“
So einfach das klinge, so vielfältig seien die Aufgabenstellungen, wenn bewusste Kinderernährung nachhaltig gelingen soll. Beispielsweise gelte es Elternveranstaltungen oder Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher zu organisieren, Informationsmaterialien und Handreichungen zu durchforsten und auf die jeweiligen Gegebenheiten in der Kita anzupassen, täglich frisch zu kochen, den Kontakt zu regionalen Kooperationspartnern zu halten und letztlich natürlich kreative Ideen für die konkrete Umsetzung zu finden, die auch die Kinder spannend finden.
Eine bewährte Option ist laut Anne Herter etwa das offene Frühstück: „Die Kinder dürfen selbst entscheiden, wann sie Hunger haben und wann sie satt sind. Das ist elementar für das spätere Essverhalten.“ Und trotz der langen Frühstücksphase esse kein Kind allein, sondern erfahre immer auch Tischgemeinschaft. Da sich die Küche im Schwanner Kinderhaus ganz zentral in der Einrichtung befinde, seien die Themen Ernährung und Kochen für die Kinder ständig präsent und gehörten ganz selbstverständlich zum Alltag dazu. Auch würden sie in die Gestaltung des Speiseplans eingebunden. Dank bebilderter Aushänge im Flur erfahren die Eltern und die Kinder, was es jeweils zu essen gibt.
„Die wiederholte Auszeichnung mit dem Beki-Zertifikat ist jedenfalls eine tolle Teamleistung, zu der ich das Kinderhaus St. Elisabeth nur beglückwünschen kann“, so Nickel abschließend. „Mein Dank gilt aber auch Christine Ungericht, die die Einrichtung als BeKi-Referentin während dieses Prozesses zur erneuten Rezertifizierung so gut begleitet und beraten hat und auch weiterhin als Ansprechpartnerin in Sachen Ernährung zur Verfügung steht. Denn wie ich das Kinderhaus kenne, wird man sich hier auch in Zukunft nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen.“
(enz)